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Der Verein

Von der Gründung bis Heute
Der Verein wurde 1977 als „Verein der Rentner- und Schwerbeschädigtensportangler“ (VdRSS) gegründet. Das damalige Vereinsgewässer war der Grundwasserteich Neutraubling (Flurnr. 63) mit damals ca. 1,8 ha. Wer die Gründungsinitiative auslöste ist nicht mehr bekannt, jedoch spielte hier Altbürgermeister Herbert Scholz eine wichtige Rolle.
Die damalige Zielsetzung war, Rentnern und Schwerbeschädigten, die das Gelände an Donau und Nebenflüssen nicht mehr bewältigen konnten, eine Angelmöglichkeit zu bieten. Es gab 1977 ca. 15 Mitglieder mit dem 1. Vorsitzenden Isidor Kralitschek.
Mitglied konnte damals nur werden, wer Rentner oder Schwerbeschädigter war und seinen Wohnsitz in Neutraubling hatte. Frauen und Jugendliche wurden nicht aufgenommen. Die Erteilung von Fischereierlaubnisscheinen erfolgte damals noch durch die Gemeinde, die obige Voraussetzungen streng überprüfte (Rentenbescheid, Schwerbeschädigtenausweis).

Die Neuwahl der Vorstandschaft erfolgte damals jährlich.
Der Verein war aber in der damaligen Struktur nicht lebensfähig. Körperliche Arbeiten wie Besatz, Teichreinigung oder das Fischerfest waren schwierig durchzuführen. Beim Fischerfest halfen zunehmend Frauen, vorwiegend von Mitgliedern, mit. Die Tendenz Frauen in den Verein aufzunehmen stieg dadurch obwohl deswegen sogar ein Vorstand zurücktrat. In der Folgezeit stimmte die Gemeinde nun auch der Aufnahme von Mitgliedern ohne Rentner- oder Schwerbeschädigtenstatus zu (2/3 der Mitglieder mußten diesen Status allerdings immer noch aufweisen).

Weitere wichtige Daten:

1986 Eintrag ins Vereinsregister
1987 wurde die erste Frau als Mitglied aufgenommen
ab 1989 erfolgte die Wahl der Vorstandschaft im dreijährigem Turnus.
1990 wurden die ersten Jugendfischer aufgenommen.
1994 wurde der Verein in „Anglerverein Neutraubling e. V.“ umbenannt und steht nun als gemeinnütziger Verein jeder Person offen.

Höhepunkte im Vereinsleben
1983 erstes Fischerfest unter Minimalbedingungen (keine Verkaufsstände, es wurden nur Haushaltsgeräte angeboten, kein Wetterschutz für Besucher).
Das Fischerfest wird seitdem jährlich veranstaltet.
1992 Fischerfest unter professionellen Bedingungen (schnell zerlegbare Verkaufsstände, Gastronomie-Fritteusen, ausreichend Kühlmöglichkeiten, Wetterschutz für Besucher).
1993 Anpachtung eines weiteren Baggerteiches in der Gemarkung Geisling mit 2,8 ha.

Zusammenarbeit mit anderen Vereinen
Wir arbeiten vor allem mit der Wasserwacht Neutraubling zusammen, deren „Keimzelle“ ebenfalls der Neutraublinger See ist. Zum Beispiel 1992 bei einem Tauchereinsatz der WW bei dem 30 große Müllsäcke Unrat aus dem See entfernt wurden oder beim 1. Kulturfest wo wir gemeinsam ein Kinder- und Jugendprogramm gestalteten.

Hauptaufgabe des Vereins und zukünftige Ziele
Mitwirkung beim Natur- und Landschaftsschutz, d.h. konkret für den Neutraublinger See, ihn als in der Stadt liegende Öko-Nische zu erhalten.
Dazu gehört z. B. jährlich die 1 – 2-malige Beseitigung von Wohlstandsmüll und die Erhaltung eines artenreichen Fischbestandes ohne Zufütterung.
Die heimischen Fische als hochwertige, wohlschmeckende Nahrungsmittel herauszustellen, wozu wir auch das Fischerfest nutzen.
In Zusammenarbeit mit dem Oberpfälzer Fischereiverband und dem Bayrischen Landesfischereiverband das Angeln auch zukünftig noch zu ermöglichen. Vogel- und Naturschutzverbände, sowie die europäischen FFH-Bestimmungen sind nicht in jedem Fall dem Angeln gegenüber positiv eingestellt. Wenn Angler ein Gewässer „ökologisch auf die Beine“ gebracht haben, wird manchmal versucht sie auszugrenzen.
Die natürlichen Ressourcen maßvoll zu nutzen, aber nicht auszubeuten.
Irgendwann ein eigenes Gewässer zu kaufen.

Fischerfest
Der Verein veranstaltet einmal im Jahr sein traditionelles Fischerfest (Samstag und Sonntag, meist in der dritten Juni-Woche).

Der Zweck des Fischerfestes ist:

  • Präsentation des Vereins in der Bevölkerung.
  • Die Herausstellung von heimischen Fischen als hochwertiges Nahrungsmittel.
  • Die zumindest teilweise Finanzierung unserer Besatz- und Pachtkosten, um die Preise der Erlaubnisscheine auf dem augenblicklichen Niveau zu halten.